Liebe Leserinnen und Leser, am 14. Mai hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zum letzten Mal eine Covid19-Neuinfektion für den Landkreis Lindau bestätigt. Dann tat sich über mehrere Wochen hinweg nichts mehr. Bis zu…
Vorarlberger Nachrichten | VN.AT
Von Gerold Riedmann, VN Chefredakteur
Liebe Leserinnen und Leser,
am 14. Mai hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zum letzten Mal eine Covid19-Neuinfektion für den Landkreis Lindau bestätigt. Dann tat sich über mehrere Wochen hinweg nichts mehr. Bis zum vergangenen Wochenende, als nach längerem Stillstand wieder drei Infektionen dazukamen. Das ist nicht viel, aber bezeichnend: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat gerade eine Warnung für ganz Europa ausgegeben. Nach dem Sturm im März und einer Phase zunehmender Ruhe mache sich die Pandemie in Dutzenden Ländern wieder bemerkbar. Allerdings: „Wo neue Cluster aufgetaucht sind, wurden diese durch schnelle und gezielte Eingriffe kontrolliert“, so WHO-Regionaldirektor Hans Kluge: „Das sind gute Nachrichten.“ Man kann wirklich hinschauen, wo man will: In fast allen Nachbarstaaten Österreichs wurden im Laufe der vergangenen Woche mehr Neuinfektionen verzeichnet.
Der Erfolg der Vorarlberger Industrie in den letzten Jahrzehnten und die damit zusammenhängende hohe Exportquote haben den Wirtschaftsstandort in der Coronakrise besonders getroffen. Weil die Produktions- und Warenketten blockiert waren, traf es einen Teil der erfolgsgewöhnten Industriebetriebe besonders hart. Die Betroffenheit sei aber höchst unterschiedlich ausgefallen, erklärt Markus Comploj, der seit Kurzem neuer Obmann der Sparte Industrie in Vorarlberg ist und damit seinen Vater Georg Comploj beerbt. Er weiß also um die Befindlichkeit auch anderer Branchen in dieser Zeit. Die vordringlichste Aufgabe sei es zuerst, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. „Wenn wir im Jahr 2035 zurückschauen, dann habe ich den Anspruch, dass wir gestärkt aus dieser Krise herausgekommen sind“, zeigt er Optimismus, denn Industrie und Vorarlberg seien gut aufgestellt, allerdings gebe es rund um das Land „Wirtschaftsstandorte, an den wir uns messen sollten“.
Erst der große Schrecken, dann doch Entwarnung: So nahm Jens Blum (54), der größte Obstbauer im Land, das Wirken des Feuerbrands heuer wahr. „Die kritische Zeit war Ende April. Da erwischte es die letzten Blüten. Betroffen waren bei mir vor allem die Apfelsorten Elstar und Jonagold“, berichtet der Höchster, dessen Anbaufläche im Naturschutzgebiet nahe des Rohrspitz liegt. „Wir haben dann mit sehr viel Arbeit die befallenen Teile entfernt. Der Verlust von ganzen Bäumen hielt sich jedoch in Grenzen“, berichtet der Obstbauer weiter.
Herzlichst, Ihr
Gerold Riedmann, VN Chefredakteur
g.riedmann@vn.at
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